Kostenloses Girokonto eröffnen
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2025-12-15 • 5 min read

Kostenloses Girokonto eröffnen

In den letzten Jahren hat sich das Angebot an Girokonten in Deutschland deutlich erweitert, besonders im digitalen Sektor. Immer mehr Banken bieten ein kostenfreies Girokonto an, das ohne feste Monatsgebühr auskommt. Dahinter stehen zwei Trends zugleich: de...

In den letzten Jahren hat sich das Angebot an Girokonten in Deutschland deutlich erweitert, besonders im digitalen Sektor. Immer mehr Banken bieten ein kostenfreies Girokonto an, das ohne feste Monatsgebühr auskommt. Dahinter stehen zwei Trends zugleich: der wachsende Wettbewerb um Kundschaft in einer zunehmend mobilen Finanzwelt und die steigende Erwartung der Verbraucher, Finanzgeschäfte schnell, unkompliziert und möglichst ohne versteckte Kosten abzuwickeln. Wer ein kostenloses Girokonto eröffnen möchte, sollte daher nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf die Rahmenbedingungen, die Funktionen und die langfristigen Kosten, die trotz fehlender Grundgebühr entstehen können.

Für Verbraucher, die ihr Geld unkompliziert verwalten wollen, geht es oft weniger um die Frage, ob ein Konto kostenlos ist, sondern vielmehr darum, welche Bedingungen damit verbunden sind. Typische Stolpersteine sind Gehaltszahlungen, regelmäßige Geldeingänge, die Nutzung bestimmter Karten- oder Zahlungsdienste oder die Mindestanzahl an Überweisungen pro Monat. Anbieter werben freilich gern mit einer geringen oder gar keiner Grundgebühr, doch im Kleingedruckten tauchen dann oft Klauseln auf. Ein wichtiger Hinweis vorab: Bei vielen Anbietern gilt ein kostenloses Girokonto nur unter bestimmten Voraussetzungen. Wer erstklassigen Service, hohe Transparenz und gute Konditionen außerhalb von Bedingungen bevorzugt, sollte daher jedes Angebot sorgfältig vergleichen.

Zu den bekanntesten Anbietern, die aktuell mit kostenlosem Girokonto werben, gehört eine Reihe von Direktbanken und Digitalbanken. N26 etwa positioniert sich als mobile-first Bank mit einem kostenlosen Standardkonto, das sich über eine moderne App steuern lässt. Die Karte ist oft inklusive, und SEPA-Überweisungen lassen sich direkt aus der App heraus erledigen. Die Stärken liegen hier vor allem in der Nutzerfreundlichkeit, der geringen Einstiegshürde und der guten Kostenübersicht. Ein Nachteil kann sein, dass einige Zusatzleistungen kostenpflichtig sind oder Gebühren außerhalb der EU anfallen, wenn man Bargeld abhebt oder das Konto außerhalb des Standardpakets verwendet.

Eine weitere große Option ist ING Deutschland. Das klassische Girokonto wird häufig kostenlos angeboten, wenn man regelmäßig Gehalt oder eine vorher festgelegte Einzahlung vornimmt. ING ist bekannt für eine solide Benutzeroberfläche, zuverlässige Überweisungsfunktionen und eine breite Akzeptanz. Wer häufiger Bargeld abhebt, sollte allerdings die Gebührenstruktur prüfen, da diese je nach Filiale und Abhebungsort variieren kann. ING punktet zudem mit über Jahrzehnte gewachsener Kundenzufriedenheit und einer stabilen Einlagensicherung, was vielen Menschen Sicherheit gibt.

DKB gehört ebenfalls zu den Schwergewichten im deutschen Markt. Das Girokonto wird oft ohne Grundgebühr beworben, verbunden mit der DKB-Visa Card. Vorteile sind die einfache Nutzung, gute App-Funktionen und das breite Angebot an Online-Services. Wer viel online bezahlt, schätzt die Übersichtlichkeit und Transparenz. Bei Bargeldabhebungen kann es Kosten geben, insbesondere außerhalb der Eurozone oder bei Fremdabhebungen im Ausland. Daher lohnt sich eine Prüfung der individuellen Kosten je nach Reisedienst oder Nutzungsmuster.

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Comdirect, einst eine starke Größe unter den Direktbanken, bietet ebenfalls kostenfreie Grundfunktionen in vielen Tarifen. Die Bank punktet mit umfassendem Service, guter Beratungsmöglichkeit und einer breiten Produktpalette, die über das Girokonto hinausgeht. Wie bei anderen Anbietern ist ein aktiver Gehaltseingang oder regelmäßige Transaktionen oft der Schlüssel, um das Konto dauerhaft gebührenfrei zu halten. Die condições zur Gebührenfreiheit und zur Verfügbarkeit bestimmter Zusatzleistungen sollten vor der Kontoeröffnung sorgfältig geprüft werden.

Neben den etablierten Banken spielen auch aufstrebende digitale Anbieter eine Rolle. Sie locken mit flexiblen Tarifen, modernen Apps und oft niedrigen Gebührenstrukturen. Der zentrale Vorteil dieser Anbieter liegt in der Geschwindigkeit der Kontoeröffnung, der intuitiven Bedienung und dem starken Fokus auf mobilem Banking. Die Risiken betreffen dagegen gelegentlich einen geringeren Filialservice oder weniger persönliche Beratung. Wer Wert auf persönliche Ansprechpartner legt, sollte daher die Erreichbarkeit des Kundensupports sowie die Verfügbarkeit von Filialberatung in seine Entscheidung einbeziehen.

Wie man systematisch vorgeht, wenn man ein kostenloses Girokonto eröffnen möchte? Zuerst eine klare Anforderungsliste erstellen: Welche Funktionen brauche ich wirklich? Welche Gebühren fallen außerhalb der Grundgebühr an, zum Beispiel für Bargeldabhebungen, Karten oder Kontoauszüge? Danach Vergleichsportale nutzen oder direkt die Webseiten der Anbieter prüfen. In der Regel genügt ein Online-Antrag, oft mit Video-Ident-Verfahren oder PostIdent. Für die Verifikation benötigt man in der Regel Personalausweis oder Reisepass, eine aktuelle Meldeadresse und ggf. Informationen zum Arbeitgeber oder Einkommen. Sobald das Konto eröffnet ist, folgt die Aktivierung: Bankdaten hinterlegen, Girocard oder Kreditkarte bestellen, Lastschriftverfahren für Daueraufträge einrichten und den Zahlungsverlauf im Blick behalten.

Ein wichtiger Teil des Praxiswissens ist der Kontowechsel. Wenn man von einer Bank zur anderen wechselt, erleichtern viele Anbieter den Prozess mit einem Kontowechselservice. Die alte Bank schiebt Überweisungen und Daueraufträge zu der neuen Bank, die neue Bank prüft die Kontoinformationen, und am Ende bleiben weniger Hürden, um Gehaltszahlungen undRecurring-Bills umzuleiten. Wer oft zwischen Angeboten wechselt, sollte sich zudem mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzen: Zwei-Faktor-Authentifizierung, aktuelle App-Versionen, regelmäßige Updates der Banking-Apps und das Prüfen auf Phishing-Versuche gehören zur Grundausstattung eines modernen Girokontos.

Ein sinnvoller Blickwinkel auf das Ganze ist, dass ein kostenloses Girokonto nur dann wirklich kostenlos bleibt, wenn man die Kostenfallen kennt und vermeidet. Wer jeden Monat gezielt Umsätze generiert oder Gehalt eingezahlt wird, wird die meisten Gebührenprobleme umgehen. Aber auch, wer selten Bargeld nutzt oder vorrangig online bezahlt, sollte die Karten- und Cashback-Optionen prüfen, um nicht unbemerkt Gebühren zu zahlen. Die Sicherheit des Kontos, der Kundendienst und die Benutzerfreundlichkeit der App stehen oft im direkten Zusammenhang mit dem langfristigen Nutzen eines Girokontos – mehr als der bloße Verzicht auf eine Monatsgebühr.

Wenn Sie sich entscheiden, welches Girokonto zu Ihnen passt, legen Sie am besten heute schon eine kurze Probeklinie fest: Welche täglichen Transaktionen plane ich? Wie oft werde ich Bargeld benötigen? Wie wichtig ist mir die Beratung? Welche App-Funktionen sind mir besonders wichtig? Mit einer klaren Zielsetzung lässt sich das passende kostenlose Girokonto leichter finden und in den Alltag integrieren. Es ist kein Wunder, dass dieses Modell in Deutschland so beliebt bleibt: Es verbindet einfache Zugänglichkeit mit der Flexibilität, Finanzen digital zu steuern – genau das, was moderne Bankkunden heute erwarten.

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