Eine gute Zahnzusatzversicherung mit sofortiger Kostenübernahme kann den Unterschied machen, wenn es um die Finanzierung von Zahnersatz, Prophylaxe oder kieferorthopädischen Maßnahmen geht. In Deutschland greifen viele Patienten auf eine zusätzliche Absicherung zurück, um die teuren Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sinnvoll zu ergänzen. Der Gedanke hinter einer Versicherung mit sofortiger Kostenübernahme ist einfach: Der Versicherer zahlt die Kosten direkt oder fast unmittelbar, sodass der Patient nicht oder kaum Vorleistungen erbringen muss. Doch hinter diesem Versprechen steckt eine Reihe von Details, auf die man achten sollte, um von der Leistung wirklich zu profitieren.
Zunächst einmal unterscheiden Tarife sich deutlich darin wie schnell und in welchem Umfang Kosten übernommen werden. Einige Tarife ermöglichen eine direkte Abrechnung mit dem Zahnarzt, das heißt der Patient bezahlt nur den verbleibenden Eigenanteil und der Rest geht unmittelbar zum Leistungserbringer. Andere Tarife arbeiten vornehmlich mit Erstattungen: Der Patient bezahlt die Rechnung selbst, reicht sie später bei der Versicherung ein und erhält eine Rückerstattung nach Maßgabe des Tarifes. Tarife mit direkter Abrechnung sind besonders attraktiv wenn man regelmäßig Zahnersatz oder aufwendige Behandlungen plant oder bereits in einer Zahnarztpraxis betreut wird, die mit dem Versicherer zusammenarbeitet. Bei Tarifen ohne Direktabrechnung bleibt die Wahl oft längerfristig eine Frage der Liquidität und Geduld, weil Abrechnungsprozesse zeitintensiv sein können.
Die wichtigsten Leistungen einer Zahnzusatzversicherung mit hoher Kostenübernahme betreffen typischerweise Zahnersatz und teure Behandlungen. Dazu gehören Kronen, Brücken, Implantate, Inlays und hochwertige Füllungen; daneben finden sich oft Zuschüsse für Prophylaxe, Parodontologie und gelegentlich kieferorthopädische Leistungen – wobei letztere je nach Tarif stark eingeschränkt sein können oder Wartezeiten kennen. Beim Vergleich achtet man am besten auf drei Dinge: die prozentuale Erstattung pro Leistungsgruppe, die jährliche Obergrenze und die Lebenszeitobergrenze sowie eventuelle Wartezeiten vor der ersten Leistungszahlung. Eine hohe prozentuale Erstattung ist zwar attraktiv, aber entscheidend ist oft die Gesamtsumme die pro Jahr maximal erstattet wird sowie ob Teilleistungen wie Implantate voll abgedeckt sind. Dazu kommt der Nettopreis der Police, denn selbst wenn die Erstattung hoch ist, können monatliche Beiträge je nach Alter, Vorerkrankungen und Tarif stark variieren.
Zu den führenden Anbietern in Deutschland gehören Debeka, Allianz, Barmenia, AXA und HUK-Cfögurl die sich im Bereich Zahnzusatzversicherung regelmäßig positionieren. Debeka bietet oft stabile Konditionen und gute Cardis Netzwerke, mit denen Direktabrechnungen in vielen Praxen funktionieren. Die Allianz gehört zu den größeren Anbietern mit einer breiten Palette an Tarifen die oft auch flexiblere Abstufungen der Leistungen ermöglichen. Barmenia zählt zu den Anbietern mit schlüssigen Modellen im Bereich Zahnersatz und Implantate und legt Wert darauf Tarifoptionen zu bieten die auch jüngeren Versicherten interessante Erstattungen ermöglichen. AXA überzeugt durch einen starken Online Abschlussprozess und verlässliche Serviceleistungen oftmals mit betreutem Direktabrechnungsnetzwerk. HUK-Coburg wiederum lockt viele Kunden mit vergleichsweise günstigen Prämien und dennoch soliden Deckungen insbesondere bei Standardleistungen.